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Wie ich bereits in meinem ersten Blogeintrag geschrieben habe, stelle ich mir die Zukunft etwas spacy vor. Zum Beispiel so:

Bild aus dem Film Metropolis (1927)

Ich habe das Gefühl in einer extrem rasanten Zeit zu leben. Wenn die Gegenwart schon schnelllebig ist, dann muss es die Zukunft doch auch sein. Fehlanzeige. Der US-amerikanische Ökonom und Publizist Michael Lind bezeichnet unsere Zeit als „The Boring Age“. Langweiliges Zeitalter? Bei dieser ganzen Geschwindigkeit? Dieser Lind muss sich gewaltig irren.

Was auf den ersten Blick irritierend sein mag, ist auf den zweiten durchaus plausibel. Wir meinen, unsere technischen Gadgets seien ultramodern, das sind sie ja auch. Smartphones, Tablets und Smartwatches sind nur einige der Innovationen, die den Zeitgeist prägen. Noch vor 10 Jahren waren diese inexistent, heute gehören sie zum Alltag. Michael Lind spricht diesen den transformativen Effekt ab, den ihnen viele beimessen. Die Erfindung des elektrischen Lichts, des Kühlschranks oder der Kanalisation hätten einen viel grösseren Wandel bewirkt, so Lind. Social Media Kanäle sollen weniger bahnbrechend sein als die Kanalisation? Für einen Kommunikations-Menschen und einen Digital Native, wie man meine Generation so schön nennt, schon fast ein Affront. The Economist fragte sich gar ob wir jemals wieder so etwas Nützliches wie ein Klo erfinden werden.

Spannende Frage, die ich an dieser Stelle nicht abschliessend beantworten kann. Auf jeden Fall sehe ich der Zukunft ent- und gespannt zu gleich entgegen. Es bleibt auf jeden Fall spannend.

“I never think of the future - it comes soon enough.” Albert Einstein

Rico Schüpbach