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Instagram ermöglicht seit Kurzem in der Live Funktion, den Bildschirm zu teilen und jemand anderes dazu zu schalten. Weiter kann man neu Insta-Stories archivieren oder die Lebenszeit einzelner Stories verlängern. Und man kann jetzt auch einem Hashtag folgen.

Regelmässig erreichen uns Neuigkeiten aus der Insta-Welt, eine neue Funktion nach der anderen wird eingeführt. Dabei ging es mir ganz am Anfang „nur“ um die coolen Filter.

Der Hauptgrund, dass ich vor fast sieben Jahren auf Instagram aufmerksam wurde und mir das App heruntergeladen habe, waren die neuen Filter, die Pepp und Abwechslung in die normalen Handy-Fotos brachten. Instagram gehörte zu den ersten, die solche Fotofilterfunktionen anboten.

Das Interesse an einer Galerie war bei mir anfangs nicht wirklich vorhanden. Nachdem ich aber die ersten Fotos hochlud und meinen ersten Favoriten folgte, merkte ich, wie mich dieses App zunehmend packte. Fotos anschauen, sich inspirieren lassen, um die Qualität der eigenen Fotos zu verbessern, war ab diesem Zeitpunkt meine Motivation. Angespornt durch die positiven Kommentare bemerkte ich, dass ich im Alltag fast nur noch mit fotografischem Auge unterwegs war.

Verändert haben sich jedoch die Möglichkeiten, einen Beitrag auf Instagram zu posten. Im Angebot waren plötzlich Collage, Videos (zuerst 15 Sek, dann 1 Minute), dann folgten Boomerang, Hyperlapse, Multiple. Spielereien, die sich jedoch mit der Zeit als feste Optionen bei den Instagrammern verankerten.

Die Einführung der Insta-Stories kurz vor dem Börsengang von Snapchat, nachdem Evan Spiegel seine Plattform nicht an Mark Zuckerberg verkaufen wollte, liess mich zu Beginn kalt. Sollen die anderen, ich mache Fotos war meine Devise. Heutzutage brauche auch ich diese, vor allem, wenn ich etwas mit meiner Community teilen möchte, das vom Look oder vom Thema her nicht wirklich in meine bestehende Galerie rein passt.

Als Instagram 2016 das Anzeigen in der Timeline nach einem bestimmten Algorithmus einführte, ging ein Aufschrei durch die Instagram Community.

Vor allem die Besitzer kleinerer Accounts hatten grosse Angst, in der Flut an täglichen Posts im Nirgendwo zu verschwinden. Der Algorithmus ist tatsächlich eine Herausforderung für die Sichtbarkeit deiner Beiträge und zwingt uns, uns Gedanken über die richtigen Hashtags zu machen, call to actions einzubauen, um das Engagement der Beiträge zu erhöhen, die Posts dann zu machen, wenn unser Publikum online ist usw.

Mittlerweile hat sich die Community darauf eingestellt, sich ein paar weitergehende Gedanken zu machen, um organische Reichweite zu erreichen.

Dieses Jahr wurde Instagram durch neue Funktionen bereichert. So kann man innerhalb der Instagram Live Funktion den Bildschirm splitten und mit jemandem eine Insta-Live-Geschichte produzieren.

Weiter können die zurzeit 250 Millionen täglichen Insta-Stories-Nutzer ihre Stories einerseits „highlighten“ und diese der Community für unbestimmte Zeit sichtbar machen (bisher 24 Stunden), anderseits können sie diese neu in ihrem eigenen Profil abspeichern. Dieses Archiv ist nur für den Account-Eigentümer zugänglich.

Schon seit einiger Zeit besteht in den Stories die Möglichkeit sogenannte Polls zu integrieren. Auf einem Bild oder Video lässt sich eine Umfrage mit zwei Antwortoptionen einfügen. User können dann direkt in der Story abstimmen.

Die neueste Aktualisierung der App erlaubt es uns Instagrammern, nicht nur Accounts zu folgen, sondern auch Hashtags zu abonnieren. Damit wird relevanter Content, der mit dem Hashtag versehen wurde, neu in unserer Timeline sichtbar.

Firmen warten freudig auf die Möglichkeit, ihre Posts mit Price Tags versehen zu können (analog zu Facebook). Man kann damit beworbene Produkte direkt in einem Webshop aufsuchen und bestellen. Die Price Tag Funktion wird ein weiteres wichtiges Tool für Firmen, um ihre Zielgruppe nicht nur mit coolem Content zu füttern, sondern ihnen gleichzeitig ihr Interesse an einem Produkt und den Kaufentscheid möglichst zu vereinfachen. Weitere wichtige Faktoren für Unternehmen war die Integration ins Facebook-Netzwerk. Zudem ermöglicht die Umwandlung des normalen Accounts in einen Business Account, einzelne Posts zu bewerben und diese analysieren zu können.

Instagram Community - Stay tuned.

Laszlo Ceh

Social Media Manager & Fotograf (selber 42'200 Follower auf seinem Instagram Account)